digi.kompP

News

Weltrekord: Das größte menschliche Sortiernetzwerk der Welt

Computational Thinking kann auch ohne Computer oder mathematische Gleichungen gefördert werden.

Die Aktivität, die vor dem Ernst Happel Stadion in Wien stattfand, war Teil des Informatikunterrichts der Klassen aus der International Schule Klosterneuburg, und Sir Karl Popper Schule. Eröffnet wurde die Aktivität von der Rektorin der TU Wien, Sabine Seidler, der Vizerektorin für Personal und Gender, Anna Steiger, und der Initiator der Aktivität, Stefan Szeider, Professor für Algorithmen an der TU Wien. Prof. Szeider weist auf die fundamentale Bedeutung von Sortiernetzwerken hin: „Sie bilden einen wichtigen Grundbaustein der Informatik und stecken in vielen Computersystemen. Mit dieser Aktion wird dieses abstrakte Konzept für Schülerinnen und Schüler hautnah erlebbar.“

„Die Wirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte – insbesondere im Bereich MINT sind diese dringend gesucht. Deshalb unterstützen wir den Weltrekord in Sortiernetzwerken, der praxisnah und spielerisch den Jugendlichen das Thema „Algorithmen“ erklärt und so Interesse für Digitalisierung und Technik weckt,” sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, die als einer der Sponsoren der Veranstaltung fungiert.

„Diese Art des Unterrichtens ermöglicht die InformatiklehrerInnen die Algorithmik besser zu vermittlen“, einigen sich die Lehrerin Denise Hackner, Sir Karl Popper Schule und Hermann Morgenbesser, International School Klosterneuburg. Die Vorstellungskraft der SchülerInnen wird durch das Arbeiten mit analogen Besipielen lebenspraktisch geschult und nachhaltig im Gedächtnis abgebildet.

Ada Lovelace - Algorithmen Denken Anders

Die Veranstaltung war der Auftakt des Projekts ADA – Algorithmen Denken Anders, das vom Vienna Center for Logic and Algorithms (VCLA), einem Kompetenzzentrum der Fakultät für Informatik der TU Wien, durchgeführt wird. Das Projekt ADA läuft bis 2022 und wird durch die Wirtschaftsagentur Wien und das BMVIT gefördert, und vom Future Learning Lab des ZLI an der PH Wien, von der Österreichischen Computergesellschaft, sowie von den EIS eEducation Austria Innovation Studios unterstützt.

Ada Lovelace (1815–1852), die ganz ohne Computer und rein durch informatisches Denken Geschichte als erste Programmiererin schrieb, ist Namensgeberin des Projektes. Diese Art von menschlichen Sortiernetzwerken kann auch in viel kleinerem Rahmen – bereits mit nur 4 Personen – durchgeführt werden. Es ist dann auch für Kinder geeignet, sogar schon im Vorschulalter, um erste Schritte im informatischen Denken zu machen.

Solche Sortierspiele finden sich auch in der international gepriesenen Lehrmittelsammlung „CS Unplugged” das auf ADA.wien zur Gänze auf Deutsch erscheinen wird. Das ADA-Projekt bietet auch einen Anreiz zur kritischen Bewusstseinsbildung zu Technologie und Technologieentwicklung, z.B. mit Aufgaben beim „Hackathon for Good AI”, der im Herbst 2019 und im Jänner 2020 stattfinden wird. Außerdem bringt das Projekt durch die Veranstaltungsreihe „Tagebuch der Informatikerin” Jugendliche aus Universitätsstädten in Österreich mit weiblichen Vorbildern, die eine erfolgreiche Karriere in der Informatik gemacht haben, in Kontakt.

Agata Ciabattoni, Professorin für Logik an der TU Wien, die gemeinsam mit Stefan Szeider das VCLA leitet, erklärt: „Das Ziel des ADA-Projektes liegt darin, LehrerInnen – auch jenen in der Volksschule – Materialien für Ihren Unterricht zur Verfügung zu stellen, die informatisches Denken fördern und den Schülerinnen und Schülern die Grundideen der Informatik näher bringen, auf eine Weise, die Spaß macht.“

Die erste Fotos und Video Animationen der Aktivität: https://owncloud.tuwien.ac.at/index.php/s/ScB20ELgxuz0bZS

Website: https://www.ada.wien/index.php/weltrekord-in-sortiernetzwerk/



Sortiernetzwerk